Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz - Test/Review
Mit der Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz richtet sich Razer einmal mehr an ambitionierte E-Sportler und kompetitive Spieler, die keinerlei Kompromisse bei Geschwindigkeit und Präzision eingehen möchten.
Von Christoph Miklos am 06.07.2026 - 02:24 Uhr

Ausstattung | Praxis | Preis


Ausstattung


Unser Testmuster unterstützt Anti-Ghosting (N-Key-Rollover) und ist demnach bestens zum Zocken geeignet. Ein weiteres Highlight der Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz ist die komplett anpassbare Chroma-RGB-Beleuchtung. Per hauseigener Software lassen sich sämtliche Tasten einzeln mit einer Farbe belegen. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Multimedia-Funktionen per Tastendoppelbelegung. Ebenfalls praktisch: Per LED-Anzeige über den Pfeiltasten kann man blitzschnell Auslösehöhe oder Rapid-Trigger-Empfindlichkeit ändern. In der recht übersichtliche und umfangreichen Razer Synapse Software lassen sich sämtliche Tasten umprogrammieren, Makros inklusive Timings erstellen, sämtliche Spezialfunktionen (Gamepad Modus, Rapid Trigger Modus, Snap Tap) einstellen und die Beleuchtung anpassen.
Die Razer Tastatur wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt. Für den vollen Funktionsumfang muss man den Treiber installieren.

8.000 Hz


Die Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz sendet Eingaben bis zu 8.000-mal pro Sekunde an den PC. Dadurch sinkt die Eingabeverzögerung auf etwa 0.125 Millisekunden, was deutlich schneller ist als bei herkömmlichen 1.000-Hz-Tastaturen. Die generelle Latenz (Moment des Auslösens des Switches bis zum Eintreffen des Signals am USB-Anschluss des Host-Geräts) liegt bei 0.58 Millisekunden. Besonders beim kompetitiven Gaming sorgt das für eine spürbar schnellere und präzisere Umsetzung von Tastendrücken, vor allem bei sehr schnellen oder aufeinanderfolgenden Aktionen. In hektischen Spielsituationen fühlt sich die Steuerung dadurch direkter und reaktionsfreudiger an. Im normalen Alltag oder bei Casual-Gaming ist der Vorteil jedoch geringer wahrnehmbar. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass bei dieser hohen Abfragerate die Prozessorauslastung leicht steigt.

Praxis


Im (Gaming-)Alltag hinterlässt unser Testmuster einen hervorragenden Eindruck. Bereits nach kurzer Eingewöhnung profitiert man von den vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten der analogen optischen Gen-2-Switches. Die individuell konfigurierbaren Auslösepunkte ermöglichen es, die Tastatur optimal an den jeweiligen Einsatzzweck anzupassen: Für kompetitive Shooter empfiehlt sich ein kurzer Auslöseweg für möglichst schnelle Reaktionen, während sich für Schreibarbeiten oder andere Spiele ein höherer Auslösepunkt wählen lässt, um Fehleingaben zu reduzieren. Besonders im Gaming überzeugt die Kombination aus Rapid Trigger, der 8.000-Hz-Abfragerate und der sehr geringen Eingabelatenz. Richtungswechsel in Shootern erfolgen spürbar direkter, während Bewegungen insgesamt präzise und kontrolliert umgesetzt werden. Auch Funktionen wie Snap Tap können – sofern in einem Spiel erlaubt – Vorteile bei schnellen Richtungswechseln bieten. Da nicht jedes kompetitive Spiel diese Funktion zulässt, sollte man sich jedoch vor der Nutzung über die jeweiligen Regeln informieren. Das Tippgefühl fällt angenehm direkt aus. Die werkseitig geschmierten Switches gleiten sauber und gleichmäßig, während die integrierte Schaumstoffdämmung für eine angenehm gedämpfte Akustik sorgt. Zwar erreicht die Tastatur nicht ganz das Klangniveau hochwertiger Custom-Keyboards, innerhalb des Gaming-Segments zählt sie jedoch zu den leiseren und hochwertiger klingenden Modellen. Positiv fiel im Test außerdem auf, dass viele Einstellungen direkt über die Tastatur vorgenommen werden können. Über den integrierten Schnellanpassungsmodus lassen sich Auslösepunkt, Rapid Trigger und weitere Funktionen auch ohne installierte Razer Synapse konfigurieren. Wer sämtliche Features nutzen oder individuelle Profile erstellen möchte, kommt an der Software allerdings nicht vorbei. Synapse bietet eine übersichtliche Oberfläche mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten und erlaubt es zudem, mehrere Profile im internen Speicher der Tastatur abzulegen.

Preis und Verfügbarkeit


Ab sofort ist die Razer Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz für 179,99 Euro (Stand: 06.07.2026) im Handel erhältlich. Wichtiger Hinweis: Zum Testzeitpunkt gibt es das Keyboard ausschließlich mit US-Layout.

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