Turtle Beach Burst II Pro 8K - Test/Review
Gaming-Gear-Experte Turtle Beach erweitert sein PC-Sortiment um die neue High-End Gaming Mouse „Burst II Pro 8K“.
Von Christoph Miklos am 19.04.2026 - 06:38 Uhr

Fakten

Hersteller

Turtle Beach

Release

Anfang 2026

Produkt

Maus

Preis

ab 124,80 Euro

Webseite

Media (10)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung


Unser Sample kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in der Redaktion an. Den Nager gibt es zum Testzeitpunkt wahlweise mit einer matt-schwarzen oder weißen Beschichtung im Handel erhältlich. Die Gaming Mouse misst 67.3x39.2x122.2 mm (BxHxT) und eignet sich daher ideal für Spieler mit (mittel)großen Händen. Das Gewicht der Maus liegt bei angenehm leichten 57 Gramm (mit Akku und ohne Kabel). Die Verarbeitung ist sehr gut und die Materialwahl lässt die Maus durchaus hochwertig erscheinen. Zur Eingabe stehen insgesamt fünf Tasten zur Verfügung, die allesamt frei programmierbar sind. Das Zwei-Wege-Mausrad selbst ist natürlich auch als Taste nutzbar. Unter den beiden Haupttasten wurden moderne hauseigene optisch-mechanische Schalter (TITAN Switch Optical) mit einer Lebensdauer von 100 Millionen Klicks verbaut. Optisch-mechanische Schalter sind eine spezielle Art von Schaltern, bei denen die Eingabe nicht durch einen elektrischen Kontakt, sondern durch Licht erkannt wird. Im Inneren befindet sich eine Lichtquelle, meist Infrarot, sowie ein Sensor. Wenn man eine Taste drückt, wird der Lichtstrahl unterbrochen oder freigegeben, und genau diese Veränderung wird als Tastendruck registriert. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie sehr schnell reagiert, weil kein physischer Kontakt geschlossen werden muss. Außerdem nutzen sich die Schalter weniger ab, da keine Metallteile aneinanderreiben. Dadurch haben sie oft eine längere Lebensdauer und arbeiten gleichmäßiger. Die Switches verfügen über einen leichten und direkten Druckpunkt, was wir während unserer Testphase als überaus positiv empfanden. Das schwarze, stoffummantelte und flexible „PhantomFlex“-USB-C-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Fünf PTFE-Gleiter an der Unterseite sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Ebenfalls an der Unterseite findet man den Modus-Schiebeschalter (2.4-GHz, Bluetooth und Off) und ein Fach zum Verstauen des Micro-USB-Transmitters. Auf eine Beleuchtung hat der Hersteller verzichtet. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Der Lieferumfang sieht wie folgt aus: Neben der Maus selbst liegt außerdem ein kabelloser 8.000-Hz-USB-A-Transmitter bei, der für die schnelle Funkverbindung zuständig ist. Zusätzlich bekommt man ein 1.8 Meter langes PhantomFlex-Ladekabel (USB-C auf USB-A), mit dem die Maus geladen und auch kabelgebunden genutzt werden kann. Ein USB-A-auf-USB-C-Adapter ist ebenfalls enthalten, damit der Transmitter flexibel angeschlossen werden kann. Darüber hinaus sind Grip-Tapes im Lieferumfang enthalten, die man auf die Maus kleben kann, um besseren Halt zu haben. Es liegen außerdem mehrere Sätze an Mausfüßen (Skates) bei, darunter PTFE- und alternative Punkt-Skates für unterschiedliche Oberflächen (zum Beispiel Glas-Mousepads).

Technik


In der Maus wurde die präzise PixArt PAW 3950 Sensoreinheit verbaut („Owl-Eye 30K“), welche eine Auflösung zwischen 50 und 30.000 DPI bietet. Als maximale Geschwindigkeit werden 750 IPS angegeben. Die Beschleunigung liegt bei 70 G. Die Turtle Beach Burst II Pro 8K verrichtet ihre Arbeit wahlweise per Kabel oder latenzfreier 2.4-GHz-Funktechnologie. Mit dem mitgelieferten 8K Wireless Dongle wird der Nager mit einer Polling-Rate von bis zu 8.000 Hertz betrieben. Zur Erklärung: Eine Polling-Rate von 8.000 Hz sendet achtmal so viele Positionsupdates wie 1.000 Hz, was zu spürbar geringerer Eingabeverzögerung und etwas feineren Bewegungen führt, jedoch auch mehr Rechenleistung benötigt und daher nur in sehr schnellen, kompetitiven Spielsituationen einen echten Vorteil bietet. Zusätzlich gibt es auch eine Bluetooth-Unterstützung.
Bei einer Abtastrate von 1.000 Hz liefert der Akku bis zu 150 Stunden Spielzeit. Mit der maximalen Polling-Rate (8.000 Hz) sind nur noch 40 Stunden Betriebszeit möglich. Voll aufgeladen ist die Burst II Pro 8K nach knapp vier Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.

Software


Für den vollen Funktionsumfang der Maus benötigt man die hauseigene „Swarm II“-Software - ein Webinterface gibt es (noch) nicht. Immerhin: In den letzten Jahren hat sich der Treiber merklich verbessert. Er ist deutlich moderner und übersichtlicher gestaltet. Darüber hinaus bietet er sehr viele Funktionen. Alle wichtigen Parameter des Nagers können angepasst werden: DPI-Stufen, Polling-Rate, Lift-Off-Distance, die Belegung aller Tasten (inklusive Makros und Sekundärbelegungen via Easy-Shift), sowie feinste Justierungen wie Entprellzeit (Debounce Time), Angle Snapping (Pfadglättung) und die Features Motion Sync und Angle Tuning. Zu Motion Sync: Diese Technik synchronisiert die Signalübertragung des Sensors genau mit dem USB-Polling, um theoretisch ein noch konsistenteres Timing zu erreichen. In unserem Test ließ sich aber kein merklicher Unterschied feststellen. Zusätzlich lassen sich verschiedene Profile erstellen und auf dem internen Speicher ablegen. Die Gaming Mouse wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt.

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