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Inhalt
Fakten
Hersteller
Thermaltake
Release
Juni 2026
Produkt
Gehäuse
Preis
ab 86,89 Euro
Webseite
Media (9)
Ob der Thermaltake Retro 360 TG nicht nur optisch überzeugt, sondern auch bei Verarbeitung, Kühlleistung, Montagekomfort und Alltagstauglichkeit eine gute Figur macht, klären wir in unserem ausführlichen Testbericht.
Beide Seitenteile können, dank Clipsystem, schnell entfernt werden. Am rechten Stahl-Seitenteil befinden sich Belüftungsöffnungen für die drei optionalen 120-mm-Lüfter bzw. dem bis zu 360 mm großen Radiator. Einen Staubfilter gibt es an dieser Position leider nicht. Hinter der abnehmbare Kunststofffront mit Mesh-Element gibt es zwar keinen Staubfilter aber dafür Platz für zwei optionale 140/120-mm-Lüfter. Ein hauseigener 120-mm-Lüfter ist bereits vormontiert.
Das Front-I/O-Panel befindet sich gut erreichbar an der rechten Vorderseite im unteren Bereich des Gehäuses. Zur Ausstattung gehören ein moderner USB-C-3.1-Gen2-Anschluss (10 Gbit/s), ein USB-3.0-Typ-A-Port sowie eine 3,5-mm-Kombibuchse für Headsets. Ergänzt wird das I/O-Panel durch einen Power- und einen Reset-Taster. Die Anschlussausstattung fällt insgesamt zwar eher kompakt aus, deckt die wichtigsten Anforderungen im Alltag jedoch problemlos ab.
Der Deckelbereich ist großzügig mit Belüftungsöffnungen versehen und wird durch einen magnetisch befestigten Staubfilter geschützt. Dieser lässt sich mit wenigen Handgriffen abnehmen und erleichtert dadurch die regelmäßige Reinigung. Unter dem Filter bietet das Gehäuse Platz für bis zu drei 120-mm- oder zwei 140-mm-Lüfter beziehungsweise Radiatoren mit einer Größe von bis zu 280 mm. Dadurch eignet sich der Deckel gleichermaßen für leistungsstarke Luft- und Wasserkühlungssysteme.
Die Rückseite folgt dem klassischen Aufbau eines modernen Midi-Towers. Neben dem Ausschnitt für das I/O-Shield und den sieben Erweiterungsslots befindet sich im oberen Bereich ein bereits vormontierter 120-mm-Lüfter aus eigenem Hause. Dieser sorgt für den Abtransport der warmen Luft aus dem Gehäuse. Etwas schade ist allerdings die Farbwahl: Während das Gehäuse konsequent in Beige gehalten ist, fällt der Lüfter in Schwarz deutlich auf. Ein ebenfalls beigefarbener Lüfter hätte das stimmige Retro-Konzept optisch noch konsequenter umgesetzt. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Optional bietet Thermaltake ein 6-Zoll-LCD-Display an, das sich an der Front des Retro 360 TG nachrüsten lässt. Über die zugehörige Software können darauf unter anderem Systeminformationen wie CPU- oder GPU-Auslastung, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen sowie eigene Bilder, Animationen oder Videos dargestellt werden. Dadurch erhält das Gehäuse trotz seines nostalgischen Designs eine moderne und individuell anpassbare Komponente.
Hinter dem Mainboard-Tray steht ausreichend Platz für ein sauberes Kabelmanagement zur Verfügung. Mehrere großzügig platzierte Kabeldurchführungen sowie zahlreiche Befestigungspunkte erleichtern das Verlegen und Fixieren der Kabel. Dadurch lassen sich auch umfangreich bestückte Systeme ordentlich aufbauen, was nicht nur die Optik verbessert, sondern auch den Luftstrom im Gehäuse positiv beeinflusst.
Das Gehäuse bietet einen großzügig gestalteten Innenraum und unterstützt CPU-Kühler mit einer Höhe von bis zu 170 Millimetern sowie Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 400 Millimetern. Zudem finden Mainboards bis zum ATX-Format problemlos Platz. Für Erweiterungskarten stehen insgesamt sieben Slots zur Verfügung, deren Montage über praktische Rändelschrauben erfolgt und in vielen Fällen ganz ohne Werkzeug möglich ist. Eine großflächige Aussparung im Mainboard-Tray erleichtert den Einbau oder Wechsel eines CPU-Kühlers mit Backplate, ohne dass das Mainboard ausgebaut werden muss. Das unten montierte ATX-Netzteil darf eine maximale Länge von 180 Millimetern aufweisen und findet in der separaten Netzteilkammer ausreichend Platz.
Positiv ist hingegen das großzügige Platzangebot für zusätzliche Lüfter und Radiatoren, wodurch sich das Kühlpotenzial bei Bedarf deutlich steigern lässt. Wer einen Gaming-PC mit leistungsstarker CPU und Grafikkarte plant, sollte daher zusätzliche Front- oder Deckellüfter in Betracht ziehen.
Christoph meint: Die lediglich durchschnittliche Kühlleistung im Auslieferungszustand verhindert zwar eine noch bessere Gesamtwertung, insgesamt stellt das Thermaltake Retro 360 TG aber eine gelungene und preislich attraktive Alternative zu den zahlreichen Standard-Midi-Towern am Markt dar – insbesondere für Retro-Fans und Individualisten!
“Mit dem Retro 360 TG beweist Thermaltake, dass ein PC-Gehäuse nicht zwangsläufig dem aktuellen Mainstream folgen muss. Das außergewöhnliche Retro-Design mit den angedeuteten Disketten- und CD-Laufwerken sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert und dürfte vor allem Nostalgiker sowie Fans klassischer PCs ansprechen. Gleichzeitig bietet der Midi-Tower einen modernen Innenraum mit großzügigem Platzangebot für aktuelle High-End-Hardware, einer durchdachten Aufteilung, gutem Kabelmanagement und umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten für Luft- und Wasserkühlungen.
Auch die Verarbeitung hinterlässt einen positiven Eindruck. Das sauber lackierte Stahlgehäuse, das Tempered-Glass-Seitenteil sowie praktische Details wie das werkzeuglose Clipsystem, die Gummiabsorber für das Netzteil und der magnetische Staubfilter im Deckel unterstreichen den insgesamt hochwertigen Gesamteindruck. Das optionale 6-Zoll-LCD-Display bietet zudem eine interessante Möglichkeit, den Retro-Look mit modernen Funktionen zu kombinieren.
Kritik gibt es hingegen bei der Serienbelüftung. Zwar verbaut Thermaltake ab Werk jeweils einen 120-mm-Lüfter an der Front und im Heck, die Kühlleistung bleibt im Auslieferungszustand unter hoher Last jedoch lediglich auf einem durchschnittlichen Niveau. Wer besonders leistungsstarke Hardware verbauen oder einen möglichst kühlen Betrieb erreichen möchte, sollte daher zusätzliche Lüfter nachrüsten. Ebenfalls schade ist, dass die vormontierten Lüfter in Schwarz gehalten sind und dadurch optisch nicht ganz zum ansonsten konsequent beigefarbenen Retro-Konzept passt. Auf einen Staubfilter an der Front sowie an der rechten Seitenbelüftung verzichtet der Hersteller ebenfalls. Summa summarum erhält man für rund 87 Euro ein solide verarbeitetes und optisch außergewöhnliches Gehäuse mit viel Platz, guter Ausstattung und hohem Nostalgiefaktor.
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