Unser Testmuster kommt, wie vom Hersteller gewohnt, in einem stabilen und bunt bedruckten Karton bei uns in der Redaktion an. Die Konstruktion orientiert sich am Design des höherpreisigen Inzone H9 II und setzt auf luftdurchlässige Ohrmuscheln. Das Headset wirkt trotz perforierter Aluminium-Ohrmuscheln ausgesprochen stabil.
Beim Kopfbügel-Design kommt auch bekannte Kost (H9 II) zum Einsatz: Ein sogenannter Suspension-Strap verteilt den Druck gleichmäßig über den Kopf, die Längsverstellung läuft sauber über einen Rastermechanismus. Zum Verstellen drückt man die kleinen Buttons und zieht oder schiebt so das Kopfband tiefer oder höher.
Die Ohrpolster sind mit einem leichten Nylon-Gewebe bezogen. Das verhindert Verrutschen, kann aber je nach Hauttyp nach Stunden leicht spürbar werden. Die Polsterung selbst ist angenehm, aber nicht besonders tief oder fest. Die gesamte Konstruktion ist robust gestaltet und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Unser Testmuster bringt angenehm leichte 211 Gramm auf die Waage. Das Mikrofon mit abnehmbaren Popfilter befindet sich auf der linken Seite des Headsets und kann bei Bedarf abgesteckt werden. Der relativ dünne Kunststoffarm zeigt sich sehr flexibel und lässt sich gut justieren, sodass das Mikrofon korrekt eingestellt werden kann.
Das gummierte und abnehmbare Klinkenkabel misst ausreichend lange 2.10 Meter. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein USB-C-DAC-Adapter mit Spatial Sound Unterstützung.
Keine große Überraschung: Auf eine Beleuchtung hat der Hersteller verzichtet. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Muster nicht feststellen.
Technik
Für die Wiedergabe sorgen hochwertige 40-mm-Treibereinheiten, welche auch beim offenen Referenzkopfhörer Sony MDR-MV1 zum Einsatz kommen. Der Frequenzgang deckt laut Datenblatt 10 bis 20.000 Hz ab. Die Impedanz beträgt 28 Ohm. Die offene Bauweise des Headsets gibt dem Sound ein wenig mehr Raum und Natürlichkeit, ist aber nicht für laute Umgebungen geeignet, da sie naturgemäß mehr Umgebungsgeräusche zulässt.
Sämtliche Bedienelemente sitzen an der linken Ohrmuschel: ein Lautstärkerad, ein Mute-Switch sowie zwei getrennte 3.5-mm-Buchsen für Mikrofon und Audio.
Klang
In unserem Alltagstest (Diablo 4, Overwatch, Valorant, Counter-Strike 2, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset exzellent. Unser Testmuster punktet mit sehr klaren Höhen und sauberen Mitten. Der Bass ist zwar, baubedingt, etwas weniger kräftig aber nach wie vor sehr angenehm und dynamisch. Gerade Filme und Spiele profitieren vom ausgewogenen Klangbild, aber auch Musikhören ist ein wahrer Genuss. Kurz gesagt: Anspruchsvolle Zocker können bedenkenlos zugreifen!
Der mitgelieferte USB-Dongle wird verwendet, um auf einem PC auf die Inzone-Hub-Software zuzugreifen. Dadurch erhält man Zugriff auf die Funktionen der Inzone-App, mehrere EQ-Voreinstellungen, einen anpassbaren 10-Band-Equalizer, Dynamikbereichssteuerung, räumlichen Klang (Spatial Sound) und - mein persönlicher Favorit - die Synchronisierung der App-Einstellungen.
Tragekomfort
Dank der weichen Ohrkissen eignet sich das Headset ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als fünf Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht. Der ausgewogene Anpressdruck macht da Audioprodukt auch für Brillenträger interessant.
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