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Inhalt
Fakten
Hersteller
Sapphire
Release
Ende April 2026
Produkt
Mainboard
Preis
ab 349 Euro
Webseite
Media (14)
Der X870 ohne E am Ende ist wiederum ein „modifizierter“ B650E. Als Käufer eines solchen Mainboards gibt es ebenfalls PCIe 5.0 für Grafikkarten und USB4. Im Gegenzug sinkt aber die Zahl der maximalen PCIe-Lanes von 44 auf nur noch 36 und auch bei allen anderen Schnittstellen wie PCIe 4.0, PCIe 3.0, SATA und den diversen USB-Ausführungen geht das mögliche Maximum drastisch zurück.
Wie gewohnt: Beim NITRO+ X870EA PhantomLink setzt Hersteller Sapphire auf hochwertige Materialien sowie eine saubere Fertigung. Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf die Kondensatoren gelegt, die durch eine strenge Qualitätsprüfung mussten. Generell ist das Layout des Boards durchdacht. Einmal mehr praktisch sind beispielsweise die gewinkelten SATA-Anschlüsse. Sapphire verbaut auf dem Mainboard vier DIMM-Sockel (DDR5; Dual-Channel). Mit aktuellen 64-GB-Speicherkits könnte man so einen mehr als ausreichenden Speicherausbau auf 256 GB schaffen (bis zu 8.400 MHz mittels OC). Um der Problematik einer möglichen Überhitzung entgehen zu können, gibt passive Kühlkörper (Chipsatz und Spannungswandler). Der verpflichtende ASM4242-USB4-Controller hat einen eigenständigen Kühler erhalten. Gleiches gilt auch für den PCH-Kühler.
Für ein solides Overclocking-Potenzial sorgt das 16+2+1-Phasendesign. Die drei PCIe-Slots sind durch Metall verstärkt. Dies soll beim Einsatz von schweren High-End-Grafikkarten potenziell Vorteile bieten. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Zur besseren Kühlung der M.2-SSDs (max. 4 Stück) gibt es passive Kühlkörper. Darüber hinaus verfügt unser Testmuster über vier RGB-Header: 3x 3-Pin ARGB (+5V/DATA/GND) und 1x 4-Pin RGB (+12V/G/R/B). Wi-Fi 7 (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be), Bluetooth 5.4 und eine Debug-LED sind ebenfalls mit von der Partie.
Sonstigen internen Anschlussmöglichkeiten:
Die externen Anschlüsse in der Übersicht:
Technisch arbeitet PhantomLink mit einem speziellen Anschluss neben dem PCIe-x16-Slot des Mainboards. Die kompatible Grafikkarte besitzt auf ihrer Unterseite passende Kontakte. Sobald die Grafikkarte eingesetzt wird, verbindet sie sich automatisch mit diesem Anschluss. Das Netzteil liefert den Strom zunächst an das Mainboard, von dort wird die Energie über Leiterbahnen und den PhantomLink-Connector direkt zur Grafikkarte weitergeleitet.
TRIXX-M: TRIXX-M wurde exklusiv für Sapphire-Mainboards entwickelt und gibt einen die volle Kontrolle über sein System. Es gibt eine Echtzeitüberwachung und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.
Das BIOS wurde besonders übersichtlich gestaltet und soll sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Nutzern die Bedienung erleichtern. Die Oberfläche ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, darunter Dashboard, Advanced, Overclock, Status, Boot, Tools und Favorite. Im Dashboard werden wichtige Systeminformationen wie CPU, RAM, Temperaturen und Lüfter direkt angezeigt. Außerdem lassen sich Funktionen wie EXPO/XMP-RAM-Profile, PBO-Overclocking oder Resize BAR per Klick aktivieren. Im Overclock-Bereich können Prozessor, Spannungen und Arbeitsspeicher detailliert angepasst werden. Die Lüftersteuerung bietet verschiedene Profile wie Silent, Performance oder benutzerdefinierte Kurven. Zusätzlich gibt es eine Suchfunktion, Favoritenlisten für häufig genutzte Einstellungen und eine integrierte BIOS-Update-Funktion direkt im UEFI.
Christoph meint: Das Mainboard kombiniert moderne Ausstattung, starke Technik und ein innovatives Kabelmanagement-Konzept zu einem attraktiven Gesamtpaket für Enthusiasten, die einen sauberen und leistungsstarken High-End-PC bauen möchten!
“Das Sapphire NITRO+ X870EA PhantomLink präsentiert sich im Test als modernes High-End-AM5-Mainboard mit Fokus auf Design, Zukunftssicherheit und innovative Technik. Besonders die neue PhantomLink-Technologie hebt das Board von klassischen X870E-Mainboards ab, da die Stromversorgung kompatibler Grafikkarten direkt über das Mainboard erfolgt und dadurch sichtbare GPU-Stromkabel entfallen. Das sorgt nicht nur für ein deutlich saubereres Gesamtbild im Gehäuse, sondern verbessert auch den Luftstrom und vereinfacht den Einbau moderner High-End-Grafikkarten.
Auch abseits von PhantomLink überzeugt das Mainboard mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem durchdachten Layout und einer umfangreichen Ausstattung. USB4, Wi-Fi 7, PCIe 5.0, vier M.2-Slots inklusive Kühlkörpern sowie ein starkes 16+2+1-VRM-Design machen das Board technisch sehr zukunftssicher. Positiv fällt außerdem das übersichtliche BIOS mit guten Overclocking- und Lüftersteuerungsfunktionen auf.
Kritikpunkte gibt es dennoch. Der verwendete Realtek-ALC897-Audiochip fällt für ein Mainboard dieser Preisklasse eher durchschnittlich aus. Zusätzlich ist PhantomLink derzeit noch stark von kompatibler Hardware abhängig, wodurch die Auswahl an passenden Grafikkarten begrenzt bleibt. Da die Technologie noch relativ neu ist, fehlen außerdem langfristige Erfahrungswerte zur Belastbarkeit und thermischen Stabilität der zusätzlichen Stromverbindung.
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