Glorious Model D3 Wireless - Test/Review
Der US-Gaming-Gear-Hersteller Glorious erweitert sein Sortiment um die neuen Nager „D3“ und „O3“.
Von Christoph Miklos am 03.05.2026 - 18:15 Uhr

Fakten

Hersteller

Glorious

Release

Oktober 2025

Produkt

Maus

Preis

ab 118,90 Euro

Webseite

Media (14)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung


Die neuen V3-Mäuse gibt es wahlweise kabelgebunden und kabellos in den Farben Weiß sowie Schwarz. Gemäß der Modellreihe ist das Model O3 die beidhändig bedienbare Variante, während die Model D3 die ergonomische Version darstellt. Unser Sample kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in der Redaktion an. Die Gaming Mouse misst 68.1x41.7x124.2 mm (BxHxT) und eignet sich daher ideal für Spieler mit (mittel)großen Händen. Das Gewicht der Maus liegt bei 69 Gramm (mit Akku und ohne Kabel). Die Verarbeitung ist sehr gut und die Materialwahl lässt die Maus durchaus hochwertig erscheinen. Zur Eingabe stehen insgesamt fünf Tasten zur Verfügung, die allesamt frei programmierbar sind. Das Zwei-Wege-Mausrad selbst ist natürlich auch als Taste nutzbar. Unter den beiden Haupttasten wurden moderne hauseigene optisch-mechanische Schalter mit einer Lebensdauer von 130 Millionen Klicks verbaut. Optisch-mechanische Schalter sind eine spezielle Art von Schaltern, bei denen die Eingabe nicht durch einen elektrischen Kontakt, sondern durch Licht erkannt wird. Im Inneren befindet sich eine Lichtquelle, meist Infrarot, sowie ein Sensor. Wenn man eine Taste drückt, wird der Lichtstrahl unterbrochen oder freigegeben, und genau diese Veränderung wird als Tastendruck registriert. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie sehr schnell reagiert, weil kein physischer Kontakt geschlossen werden muss. Außerdem nutzen sich die Schalter weniger ab, da keine Metallteile aneinanderreiben. Dadurch haben sie oft eine längere Lebensdauer und arbeiten gleichmäßiger. Die Switches verfügen über einen leichten und direkten Druckpunkt, was wir während unserer Testphase als überaus positiv empfanden. Das weiße, stoffummantelte und flexible USB-C-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Sechs PTFE-Gleiter an der Unterseite sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Ebenfalls an der Unterseite findet man die Profil-Taste. Für optische Akzente sorgt die anpassbare RGB-Beleuchtung. Der Nager verfügt über eine große Beleuchtungszone in der Mitte. Die hauseigene Software bietet elf vordefinierte Lichteffekte: Glorious Mode, Breathing, Breathing Single Color, Seamless Breathing, Normally On, Ghost, Fairies, Cascade, Prismatic, Wave und Ripple. Helligkeit und Übergangsgeschwindigkeit der meisten Effekte lassen sich anpassen. Die Beleuchtung kann auch komplett deaktiviert werden.
Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
• 1x Model D3 Wireless • 2x Austauschbare Akkus • 1x Lade- und Sendestation • 1x 8K Hz Dongle • 1x Paracord Kabel (1.8 Meter)

Technik


In der Maus wurde die präzise PixArt PAW 3950 Sensoreinheit verbaut („Glorious BAMF 3.0“), welche eine Auflösung zwischen 50 und 30.000 DPI bietet. Als maximale Geschwindigkeit werden 750 IPS angegeben. Die Beschleunigung liegt bei 50 G. Die Glorious Model D3 Wireless verrichtet ihre Arbeit wahlweise per Kabel oder latenzfreier 2.4-GHz-Funktechnologie. Mit dem mitgelieferten 8K Wireless Dongle wird der Nager mit einer Polling-Rate von bis zu 8.000 Hertz betrieben. Zur Erklärung: Eine Polling-Rate von 8.000 Hz sendet achtmal so viele Positionsupdates wie 1.000 Hz, was zu spürbar geringerer Eingabeverzögerung und etwas feineren Bewegungen führt, jedoch auch mehr Rechenleistung benötigt und daher nur in sehr schnellen, kompetitiven Spielsituationen einen echten Vorteil bietet. Zusätzlich gibt es auch eine Bluetooth-Unterstützung. Glorious gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 71 Stunden bei 1.000 Hz und ohne Beleuchtung über 2.4-GHz-Funkverbindung bzw. bis zu 130 Stunden ohne Beleuchtung und mit Bluetooth-Verbindung mit einer einzigen Ladung an. „Eine einzige Ladung“ bezieht sich hierbei auf die vollständige Ladung des integrierten Guardian-Akkus, der etwa 14 Stunden bei 1.000 Hz und ohne Beleuchtung über 2.4-GHz-Funkverbindung und 30 Stunden mit Bluetooth-Verbindung ermöglicht, sowie auf die vollständige Ladung eines einzelnen Akkupacks. Da die Akkupacks jederzeit ausgetauscht werden können, ist die Akkulaufzeit theoretisch unbegrenzt. Daher beschreibt „Akkulaufzeit“ eher die Zeitintervalle, in denen ein Akkuwechsel erforderlich ist. Praktisch sind die LED-Anzeigen auf dem Dock, die den Ladestand der Batterien anzeigen.

Software


Wie alle neueren Glorious-Produkte ist auch die Model D3 Wireless mit Glorious Core kompatibel. Core wurde erneut überarbeitet, sowohl funktional als auch in der Benutzeroberfläche. Funktional gibt es kaum etwas zu bemängeln, die Benutzeroberfläche hingegen lässt zu wünschen übrig. Kleinere Ärgernisse sind redundante oder fehlende Texte und Optionen, die auf mehrere Seiten oder Tabs verteilt sind. Alle Einstellungen sind auf mehrere Tabs verteilt. Der erste Tab dient ausschließlich dem Profilwechsel vom lokalen Speicher. Der zweite Tab enthält die CPI-Anpassung und Leistungseinstellungen, die auf zwei weitere Tabs verteilt sind. Die CPI-Anpassung ist in bis zu sechs farbcodierten Stufen und im Bereich von 50 bis 30.000 CPI in 50er-Schritten möglich. Manuelle Eingaben sind möglich. Die Abfragerate kann für kabelgebundenen (125, 250, 500 oder 1.000 Hz) und drahtlosen (125, 250, 500, 1.000, 2.000, 4.000 oder 8.000 Hz) Betrieb separat eingestellt werden. „MotionSync“ kann aktiviert oder deaktiviert werden und synchronisiert SPI-Lesevorgänge mit USB-Abfrageereignissen, was jedoch zu einer zusätzlichen Bewegungsverzögerung von bis zu einem ganzen Intervall führen kann. Der „Lift-off Distance“ kann auf 0.7, 1 oder 2 mm eingestellt werden. Die „Entprellzeit“ steuert die Klicklatenz. Niedrigere Werte verringern die Latenz, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit eines Doppelklicks. Die Entprellzeit kann für Haupt- und Nebenbuttons separat definiert werden. Der Auswahlbereich liegt zwischen 0 und 16 ms und ist in 1-ms-Schritten einstellbar. Der dritte Reiter enthält die Beleuchtungseinstellungen. Der vierte Reiter ermöglicht die Neubelegung aller Tasten mit Maus-, Tastatur- oder Medienfunktionen. Makrofunktionen oder ein Makro-Editor fehlen jedoch. Der fünfte Reiter soll die Änderung der Funktion des Dock-Buttons für kurze und lange Tastendrücke ermöglichen, aktuell scheinen aber nur kurze Tastendrücke anpassbar zu sein. Alle Einstellungsänderungen werden im internen Speicher gespeichert, sodass die Software nicht ständig ausgeführt (oder installiert) sein muss. Die Gaming Mouse wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt.

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