Im Zuge der Vorstellung seiner aktuellen Geschäftszahlen hat Ubisoft nicht nur Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr gezogen, sondern auch einen Ausblick auf die kommenden Jahre gegeben.
Die vergangenen zwölf Monate standen dabei klar im Zeichen von Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen. Bis Ende März 2026 wurden konzernweit rund 1.200 Stellen abgebaut, womit die Gesamtbelegschaft inzwischen bei etwa 16.590 Mitarbeitern liegt. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Personalkosten um ungefähr 18 Prozent zu reduzieren.
Für das laufende Geschäftsjahr plant Ubisoft hingegen einen vergleichsweise zurückhaltenden Veröffentlichungsrhythmus. Im Mittelpunkt sollen vor allem bestehende Live-Service-Titel wie Tom Clancy's Rainbow Six Siege stehen, die weiterhin intensiv unterstützt werden. Als bedeutendste Neuerscheinung gilt derzeit das erwartete Remake zu Assassin's Creed IV: Black Flag, das intern unter dem Namen „Black Flag Resynced“ gehandelt wird.
Damit verfolgt Ubisoft offenbar eine langfristige Strategie: Kurzfristige Einnahmen sollen zugunsten stärkerer Veröffentlichungen und qualitativ hochwertigerer Produktionen in den Hintergrund rücken. Während das bis März 2027 laufende Fiskaljahr eher verhalten ausfallen dürfte, rechnet das Unternehmen ab 2027/2028 wieder mit deutlich stärkeren Ergebnissen. Dazu beitragen sollen neue Ableger der großen Marken Far Cry, Tom Clancy's Ghost Recon und Assassin's Creed.
Im Assassin’s-Creed-Universum wird innerhalb der kommenden Jahre insbesondere mit dem Release von „Codename Hexe“ gerechnet. Parallel arbeitet Ubisoft an mehreren neuen Projekten rund um Far Cry, darunter der nächste Hauptteil mit dem Arbeitstitel „Project Blackbird“ sowie offenbar auch ein eigenständiger Multiplayer-Ableger.
Auch ein neues Ghost Recon befindet sich bereits in Entwicklung. Dieses soll sich spielerisch wieder stärker an den taktischen Wurzeln der Reihe orientieren. Eine Veröffentlichung im Jahr 2026 gilt inzwischen allerdings als unwahrscheinlich; derzeit wird frühestens mit einem Release ab April 2027 gerechnet.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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